ISABELLA BOGNER-BADER

architektur

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Die Philosophie  zu dem Projekt  Heizwerk Salzburg

Die formale Architektur dieses Zweckbaues in einen Erlebnisbereich für den Besucher Salzburgs und Betrachter umwandeln.

Durch die Verkleidung ein optisches Erlebnis kreieren.

Eine über die Zweckarchitektur gestülpte Skulptur.

Einen Körper geben, Farbe und Form in Salzburgs Mitte bringen

 

Durch die Inspiration eines Stadtrundganges befasste ich mich zuerst gedanklich mit diesem Projekt. Wie wildgewordene Vögel kreisten meine Gedanken und meine Gefühle um den Heizturm. Tagelang ging ich um diesen umstrittenen Turm, versuchte mich mit ihm anzufreunden, fotografierte ihn wie eine Diva von allen Seiten, um dann in der Stille meines Studios einen Pakt mit ihm zu schließen.

Du mein vertraut gewordener Turm,  du bist ein architektonischer Funktionalbau, der, wenn er außerhalb der Stadt stehend, auf einer grünen Wiese seine Funktion erfüllend, ein so Belassener sein könnte.
Aber, du stehst nun einmal inmitten Salzburgs, eingebettet zwischen Festung, romantischen Türmen und umgeben von vielen Kleinoden und strotzt unnahbar mit kahlen Betonwänden.
Du erinnerst an weniger schöne Zeiten, deine kahlen, grauen Mauern lassen keine Freiheit zu. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein und du wirkst wie ein Mahnmal.  Weil mich deine Hässlichkeit aber bedrückt, mache ich dich zu einem Wahrzeichen der Opulenz des 21. Jahrhunderts. 

So befasste ich mich täglich mit Salzburgs umstrittensten Bauwerk.

Es dauerte nicht lange und ich verspürte eine  Symbiose zwischen der abweisenden Bausubstanz und mir. Ich griff zu Zeichen- und Malstift und begann meine Ideen und Gefühle auf Papier zu bringen.

Als eine klingende Skulptur soll das Heizhaus aus Salzburgs urbanen Boden wachsen, um sich dann in der Form eines Hutes spiralförmig, dynamisch in den Himmel zu schrauben.
„Salzburg auf dem Hut“.

Eine Materialschau aus Aluminium, Kunststoffen, Steinen und Keramiken in schillernden Farben. Ein weiterer Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher Salzburgs.
Die durch den Aufwind im Hut erzeugten Klänge sollen täglich zu einer bestimmten Zeit zu hören sein. Ein Wiederspruch der Moderne zur Klassik, ein Bauwerk das zu jeder Jahres-, Tages- und Nachtzeit fasziniert. Eine vertikale Weiterentwicklung Salzburgs in dieser Form.  

Ich möchte diese, dem hohen? Anspruch Salzburgs gerechtwerdende Skulptur entstehen lassen. Sie soll alte Wertigkeiten neu interpretieren und ihnen ein neues Tempo geben.
Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur die Großen die Kleinen auffressen, sondern die Schnellen die Langsamen.

Mit experimenteller Fassadenarchitektur diesem Heizkraftwerk einen zeitgenössischen Körper zu geben, die Energie dieses Kolosses sichtbar zu machen, ihn zu einer Spiegelungdes 21. Jahrhunderts werden zu lassen, das ist meine Vision.

    Visualisierung    
    3D Visualisierung 3MB    

Visualisierung: Firma Westcam
Projektberechnung: Ing. Büro Spirk

 

 
 
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